Wo bleibt der überfällige Inklusionsbeauftragte?


Gestern an meinem Informationsstand in der Fußgängerzone auf dem Wochenmarkt habe ich mich mit Peter Weh erneut konstruktiv zur Thematik „Ehrenamtliche/r Schwerbehinderte/r /Demographiebeauftragte/r“ unterhalten.

Peter Weh hat ebenso wenig Verständnis für die Bearbeitung eines Antrags im Stadtrat wie ich auch. Ich halte mal die Historie fest, damit sich alle ein Bild vom langen Weg durch den Stadtrat machen können.

05.09.2012 – Antrag der SPD Fraktion vom 24.06.2012 (Sitzung Ausschuss für Wirtschaft und Soziales)

26.11.2012 – Erneut auf der Tagesordnung vom Sitzung Ausschuss für Wirtschaft und Soziales. Es wird kein Beschluss gefasst und auf die Sitzung am 25.02.2013 vertragt. Grund hierfür: Es müssen weitere Prüfungen zu den Voraussetzungen durchgeführt werden.

25.02.2013 – Hier wird erneut eine weitere Beratung auf den 17.06.2013 vertagt.

17.06.2013 – Es ist fast vollbracht, der Ausschuss für Wirtschaft und Soziales gibt dem Rat der Stadt Buchholz eine Beschlussempfehlung ab.

20.06.2013 – Der Verwaltungsausschuss der Stadt Buchholz empfiehlt, dass die Stadt Buchholz die Voraussetzungen für einen ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen schafft.

25.06.2013 – Der Rat der Stadt Buchholz beschließt die Voraussetzungen für einen ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit einer Behinderung zu schaffen. Die Abstimmung erfolgte. Der Pirat Arne Ludwig hat bedauert, dass aus dem Antrag der Demographiebeauftragte gestrichen wurde, da er diesen für ebenfalls sehr wichtig ansieht.

Ebenfalls war dieses wichtige Thema auch in Sitzungen am:

23.11.2012
17.08.2012
20.07.2012

Der Demographiebericht ist in der Sitzung vom 29.08.2008 auch Bestandteil von Beratungen gewesen. Seit 2005 ist der Demographische Wandel übrigens Thema.

Abgesehen davon, dass dieses Thema ständig verschoben wird, scheint sich jetzt endlich etwas zu tun. Am 24.03.2014 ist das Thema erneut im Ausschuss für Wirtschaft und Soziales und soll dort vermutlich mit einer Beschlussempfehlung in die Stadtratsitzung am 25.03.2014 gegeben werden.

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 25.03.2014 ist allerdings bisher nichts zu sehen. (Stand 23.03.2014 – 12:00 Uhr)

Ich werde am 25.03.2014 auf der Bürgerbank im Stadtrat den öffentlichen Teil mitverfolgen und nötigenfalls entsprechend nach dem Stand der Angelegenheit fragen, sollte dieses Thema nicht beraten werden. Es wäre traurig wenn eine solche wichtige Angelegenheit in den nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung einfließen sollte.

Mich interessiert stark welche Gründe zu dieser Verzögerung über den Zeitraum von 2. Jahre geführt haben und auch warum wir jetzt über einen Inklusionsbeauftragten reden.

Zum Wohle der Stadt und der Bürger trägt die Verzögerung jedenfalls nicht bei.
Ich setze mich schon aus beruflichen Gründen mit schwerbehinderten Menschen zusammen, um deren Schicksale erträglicher zu machen. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit mit den Betroffenen, der Schwerbindertenvertretung und dem Integrationsamt sehr wichtig.

Unabhängig von meiner Kandidatur und dem Ausgang der Wahl, werde ich mich mit Peter Weh weiter austauschen um letztendlich weiter auf Punkte betreffend unserer beeinträchtigten Mitmenschen aufmerksam zu machen.

Ich wurde gestern darum gebeten mir ein Bild davon zu machen wie allein die WCs aussehen.
Wir machten Bilder, die ich nicht unkommentiert lassen will:

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Bild Nummer 1. Zeigt den Zustand direkt über dem WC Becken. Ich hoffe wir müssen hier nicht erst darauf warten, dass einem Menschen etwas aus dem Regal beim Verrichten seiner Notdurft auf den Kopf fällt.

Bild Nummer 2. Für eine Klobürste ist dieses Modell wohl stark überdimensioniert und hat dort entsprechend nichts zu suchen. Ich gehe davon aus, dass es einen Schrank für Arbeitsmittel und Arbeitsgeräte gibt, denn dort gehört es hinein.

Bild Nummer 3. Zeigt eine Rumpelkammer, aber nicht ein WC für behinderte  Menschen.

Bild Nummer 4. Deutlich wird hier, dass da ein entscheidendes Teil fehlt.
Wie soll man da ohne Brille noch die Fassung behalten!

Diese Zustände sind unverzüglich zu beseitigen.