Tag der Begrüßung am 06.01.2015


IMG_3262Am 6. Januar 2015 fand der vom Bündnis für Flüchtlinge (BfB) in Buchholz inszenierte „Tag der Begrüßung“ unserer neuen Flüchtlinge in Buchholz statt.
Die Planungen zu diesem Tag wurden während der letzten Vollversammlung des Bündnisses im vergangenen Jahr begonnen. Eine Arbeitsgruppe wurde gegründet und eh man sich versah war alles geplant.
Der Tag der Begrüßung fand in der Adventgemeinde in Buchholz statt, wo sich Mitgliederinnen und Mitglieder des Bündnisses schon frühzeitig trafen um eine einladende Atmosphäre für die Flüchtlinge zu schaffen. Heinrich Helms, Bärbel und ich holten die Flüchtlinge aus ihren Unterkünften ab und brachten sie mit viel Spaß zum Gemeindehaus. Wir freuten uns, dass sehr viele Flüchtlinge das Angebot des BfB angenommen hatten, darunter übrigens auch 2 Familien mit kleinen Kindern.
Zuvor durften wir Einblick in die Betreuung der Unterkunft erhalten, und wir können mit Gewissheit sagen, dass die Flüchtlinge eine sehr gute Betreuung haben.
An dieser Stelle geht der Dank an Human Care und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Begrüßt wurden unsere neuen Nachbarn mit einem Redebeitrag vom Bürgermeister der Stadt, Jan-Hendrik Röhse und Pastor Matthias Gansewendt sowie Ute Schui-Eberhart.
Ute Schui-Eberhart machte deutlich, was das BfB für die Menschen tun kann: „Wir möchten ihnen den Einstieg leichter machen.“ Wobei Fördern auch Fordern meint. „Sie müssen mitarbeiten und – besonders wichtig – Deutsch lernen.“ Wie entscheidend der Erwerb von Sprachkompetenz ist, beweisen Kamal Chbarou und Pierrot Ngomo.
Pierrot Ngomo ist so etwas wie ein „Buchholzer Prototyp“ für gelungene Integration. 2000 aus Kamerun gekommen, engagiert er sich heute in der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten, spricht nicht nur seine Muttersprache und Deutsch, sondern kennt fast ein halbes Dutzend Sprachen, hat seinen Doktor schon in der Tasche – und arbeitet derzeit an seiner Habilitationsschrift.(Zitat von der Seite www.buchholz.de)
Kamal Chbarou, der als ehrenamtlicher Dolmetscher für das BfB tätig ist übersetze die Reden für die Flüchtlinge auf Arabisch.

K. Haupt, Ahmed und J.-H. Röhse
K. Haupt, Ahmed und J.-H. Röhse

Bei Kaffee, Tee und Gebäck zeigte sich eine sehr nette und herzliche Zusammenkunft bei der sich viele Gespräche mit unseren neuen Nachbarn entwickelten. Es geht auch darum eine Vertrauensbasis zu schaffen, die definitiv aus entstand. Diese Vertrauensbasis ist keine einseitige Angelegenheit. Wir müssen Vertrauen aufbringen, denn die Flüchtlinge sind eher zurückhaltend und recht schüchtern.
Aber die gelungene Atmosphäre, die alle zusammen geschaffen haben, trug dazu bei das der Tag der Begrüßung sich beinahe wie ein großes Familientreffen anfühlte.

Diese Offenheit in den Gesprächen ist ein wirklich schönes Zeichen.

Für eine große Überraschung sorgten Heidi und Uwe Kluth vom Familienunternehmen Kluth und Sohn aus Sprötze, die dem Bündnis 1500 Euro gespendet hatten. „Von dem Geld werden wir Schals, Handschuhe, Mützen, Lehrbücher sowie Satellitenreceiver anschaffen“, erklärte Ute Schui-Eberhart.
Es ist wichtig, das die Flüchtlinge den Bezug sowie Informationen aus ihren Heimatländern erhalten.
Einige Sachspenden hatten die Organisatoren den Flüchtlingen gleich mitgebracht und sofort überreicht.
Zum Abschluss hat jeder Flüchtling ein Geschenk erhalten. Brot und Salz ist alsIMG_3274 symbolhaftes Geschenk übrigens in vielen Ländern ein Brauch, der bei unterschiedlichen Gelegenheiten gepflegt wird. Anlässe sind unter anderem der Besuch von willkommenen Gästen, der Einzug in eine neue Wohnung. Es bedeutet aber auch, es seien Himmelsgeschenke und Brot und Salz wurden auch als Abwehrmitteln gegen das Böse bezeichnet.

 


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