Schwarzes Dinner Buchholz Nordheide – Gegengift zum Weißen Dinner in Buchholz


Mit einem stillen Protest zum rücksichtslosen Verhalten gegenüber sozialen Minderheiten, haben wir uns gestern mit der Unterstützung des Buchholzer Ratsherren, Blogger und Betreiber des buchholzblog, Kristian Stemmler einer weißen Masse von ca. 90 Menschen gestellt.

Das dekadente Protz-Event, zu dem der Unternehmensberater Stephan Jockel und seine Frau Claudia aufgerufen haben, stößt nicht nur uns sauer auf. Der Rathauspark, in dem dieses Event stattgefunden hat, wird oft von Menschen in Buchholz genutzt, die viele als Migranten, Asylanten, Sozialhilfeempfänger, Hartz IV-Empfänger oder Penner bezeichnen. Das  man diesen sozialen Minderheiten, wenn es denn noch Minderheiten sind,  gegenüber seinen Reichtum so heftig präsentiert und sie damit weiter an den Rand einer Gesellschaft drückt, ist für uns der Anlass gewesen diese kleine aber wirkungsvolle Aktion durchzuführen. Was aber verbinden wir eigentlich mit der Farbe Weiß? Physikalisch ist Weiß die Summe aller Farben. Weiß hat keinen negativen Zusammenhang, so ist sie die vollkommenste Farbe. Weiß symbolisiert: Licht, Glaube, das Ideale, das Gute, der Anfang, das Neue, Sauberkeit, Unschuld, Bescheidenheit, Wahrheit, die Klugheit, die Wissenschaft, die Genauigkeit. Alles was hygienisch sein soll, ist weiß, Weiß verbinden wir Menschen mit purer Reinheit. Die Bedeutung der Farbe Weiß in Kultur und Religion Am Anfang war das Nichts, aus ihm gebar sich alles, sagen die heiligen Bücher der Asiaten. »Gott sprach: Es werde Licht« sagt die Bibel. Weiß ist das Gegenteil von Schwarz, dem Nichts, dem Chaos, das auf ordnende Gestaltung wartet, durch das Licht der Erleuchtung. Was haben wir das gestern im Rathauspark erlebt, die Geburt einer neuen Sekte? In unregelmäßigen Abständen wedelte Weiß Dinner Gesellschaft mit ihren weißen Servietten gegenseitig zu, das man an der Stelle an Sekte denken könnte ist also nicht verwunderlich. Den gnadenlosen Schnitt zwischen reich und arm, gut und böse, sein und nicht sein? Wir stellen fest, Buchholz entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt, die minderbemittelten Menschen keine Heimat mehr sein will, die es zulässt das immer mehr Luxuswohnungen, Residenzen, gebaut werden statt sich mehr um den sozialen Wohnungsbau zu kümmern. Dazu kommen die Konsumtempel, die uns überlegen lassen warum man nur für die reiche Klientel sorgt, aber  das Aldi, Lidl, Penny – Pack  –  mit samt den dazugehörigen Geschäften versucht aus dem Stadtbild zu entfernen. Eines sollte doch allen klar sein, die Klassengesellschaft wird wieder bevorzugt, und den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des gestrigen Weißen Dinners, sollte klar sein dass Sie den Klassenerhalt mit ihrem protzigen Verhalten in ein solides Fundament gebettet haben. Wir werden jedenfalls weiterhin öffentlich zeigen, dass wir Buchholzer Bürger so etwas nicht brauchen. Ein soziales Miteinander ist was wir einfordern. Noch etwas zu unserer Aktion: Unsere kleine Protest- und Kunstaktion hat einige der in weiß gekleideten Menschen dazu bewegt unseren mit reichlich Speisen der Aldi und Lidl Klasse bedeckten Tisch aufzusuchen. Es kamen nachdenkliche sowie auch kritische Dialoge von schwarzer und weißer Seite auf den Tisch, aber es war insgesamt alles  in allem ein konstruktiver Austausch, und vor allem friedlich. Wir befürchteten erst, dass man uns nicht wahrnehmen will, aber da lagen wir völlig falsch. Trotz der geringen Anzahl an Teilnehmern am Schwarzen Dinner, haben wir ein deutliches Zeichen hinterlassen: Die Schere zwischen arm und reich geht in Buchholz immer weiter auseinander, und darauf muss man aufmerksam machen. Erstaunt waren wir das zwei  Ratsherren der Stadt Buchholz ebenfalls an dem umstrittenen Weißen Dinner teilnahmen, und von beiden hätten wir es nicht erwartet. Einziger Trost dabei, beide waren an unserem Tisch und zeigten somit wenigstens etwas  Solidarität in dem sie den Dialog mit uns suchten. Richtig genial fanden wir  allerdings die Jugendlichen, die uns geradezu umschwärmten und uns für unseren Einsatz für die sozialen Minderheiten in Buchholz  dankten. Wir führten mit ihnen wirklich tolle Gespräche bei Wasser und Brot,  und es lässt uns hoffen, dass wir auch bei der jungen Generation mit unserer Aktion eine Lunte entzündet haben, eine Lunte die zu mehr miteinander führt und mit hilft die Schere wieder zusammenzudrücken. Erstaunlich war, dass wir vom Schwarzen Dinner als Infomationstand des Weißen Dinners fungierten, denn zu den weißen Herrschaften traute sich niemand zu gehen um an Informationen zu kommen. Lesen Sie auch unbedingt den Artikel im buchholzblog von Kristian Stemmler dazu: Hier klicken

80 Gäste beim ersten “Weißen Dinner” im Buchholzer Rathauspark

Eine Handvoll Bürger, darunter Ratsherr Kristian Stemmler, organisierte am Rand des Rathausparks ein “Schwarzes Dinner“. Ihrer Meinung nach ist das “Weiße Dinner” eine dekadente Veranstaltung für Besserverdienende. Ganz in weiß: Rund 80 Gäste 

2 thoughts on “Schwarzes Dinner Buchholz Nordheide – Gegengift zum Weißen Dinner in Buchholz

  1. Guten Morgen Bernd,
    vielen Dank für Deinen Kommentar zu unserer Aktion mit dem “Schwarzen” Dinner.
    Die Beschaffenheit ist recht einfach auszudrücken:
    1.Man muss eine gesunde und solide Sozialkompetenz besitzen.
    2.Man muss Rückrat haben um auch mal auf die Straße zu gehen wenn etwas nicht stimmt.
    3.Man muss einen einen gesundes Verständnis für Gerechtigkeit haben.
    4.Man muss sachlich und friedlich sein, denn alles andere ist der Sache nicht dienlich.
    Etc…

    Buchholz braucht Veränderungen, Veränderungen die uns unsere Politiker nicht im Sinne der Bürger verschaffen.
    Auf Bundesebene ist das nicht viel anders, nur im größerem Rahmen. Darum ist es auch wichtig das bei den Wahlen ein Zeichen gesetzt wird. Aber wen will man eigentlich wählen? Wer ist die oder der richtige um eine Stadt, ein Bundesland oder ein ganze Land zu regieren?
    Die Antwort ist eigentlich ganz klar: Das Volk, die Bürger, die Menschen.
    Da die Politik keine Veränderungen im Sinne ihres Wahlauftrags umsetzt, müssen wir uns für unsere Rechte auf der Straße organisieren.

    Deine Idee mit dem HartzIV Treffen ist eine Idee um aufzurütteln, und Dein Angebot das Du mit organisieren möchtest finde ich klasse. Ich werde per Email auf dich zukommen in den nächsten Tagen.
    Viele Grüße
    Uwe

  2. Sssssssssssuper Idee, das mit dem SCHWARZEN DINNER ! Wie muß man eigentlich beschaffen sein, um bei jeder belanglosen Moppelkacke in unserem sozialen Umfeld ne Gegenveranstaltung zu machen ??
    Mein Vorschlach zur Güte : Großes Hartz4 Treffen auf der Hundewiese am Rathaus mit fastfood und Dosenbier (Haustiere und Sperrmüllmöbel können mitgebracht werden). Das Ganze nach dem Motto : Wenn schon Spaß – dann aber auch für die Unterschicht !!!

    ICH ORGANISIER DAS GERNE MIT, Brüder zur Sonne und zum Nirvana !!!!!!!!!

    BERND

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