Friedensgruppe Nordheide und Mayors for Peace feiern Erfolg


Der Friedensnobelpreis ehrt auch die Mitglieder von „Mayors for Peace“ – Bürgermeister für den Frieden.

Im Landkreis Harburg sind Buchholz (seit Oktober 2017) und Jesteburg (seit 2005) Mitglied bei „Mayors for Peace“ sind Teil mit weiteren 467 Organisationen im Zusammenschluss mit ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) die sich seit Jahrzehnten für die Abschaffung aller Atomwaffen einsetzen.

Doch nur in Jesteburg wehte anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreis die Flagge der Mayors for Peace – Bürgermeister für den Frieden. Darüber kurzfristig vom Bürgermeister Udo Heitmann in Kenntnis gesetzt, feierten wir vor der Flagge auf dem Niedersachsenplatz diese Auszeichnung in kleiner Runde. Internationale Kampagnen, wie auch der in Deutschland „Büchel ist überall-Atomwaffen abschaffen.jetzt“ haben mit dazu beigetragen, dass der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen am 7.Juli von 122 Staaten beschlossen, von 50 Staaten unterzeichnet wurde.

Im Anschluss an unsere kurze Freilicht-Feier in Jesteburg, verfolgten wir die bewegende Zeremonie der Nobelpreis- Verleihung in Oslo im Livestream.

In der Eingangsrede erklärte die Nobel-Jurorin Berit Reiss-Andersen dass die Internationale Kampagne ICAN für ihren bahnbrechenden Einsatz für ein vertragliches Atomwaffenverbot, das wichtiger denn je sei, mit dem Friedensnobelpreis geehrt werde; dass ICAN den Interessen der Menschheit diene. Sie überreichte den Preis an die ICAN-Geschäftsführerin Beatrice Fihn und an die 85-jährige Überlebende des US-Atombombenabwurfs auf Hiroshima, Setsuko Thurlow.  Beatrice Fihn dankte allen, die diesen langen Weg zum Atomwaffenverbotsvertrag unterstützten: „Der Nobelpreis ehrt alle, die dafür kämpfen.“ Erneut appellierte sie an die 9 Atommächte und deren Partner, die NATO-Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, die ca. 17.000 Nuklearwaffen zu vernichten und den  Vertrag zu unterzeichnen. Ein einziges verletztes Ego, könne einen todbringenden Atomangriff bedeuten, alle Nuklearwaffen müssten verboten werden.

Setsuko Thurlow, die mit 13 Jahren den US-Atombombenabwurf auf Hiroshima überlebte, beschrieb mit eindrucksvollen Worten die todbringende Kraft der Atombomben. „Jede Sekunde, jeden Tag gefährden Atomwaffen jeden, den wir lieben….Diesen Wahnsinn dürfen wir nicht länger tolerieren. Diese Waffen sind kein Übel, sie sind das ultimative Übel!“  Alle verantwortungsvollen Staaten würden das Verbot unterzeichnen. „Und die Geschichte wird die hart richten, die es ablehnen.“

Vor kurzem richtete sich der Bürgermeister von Hiroshima, und Vorsitzender der internationalen Kampagne Mayors for Peace, MATSUI Kazumi mit einem Appell und Unterschriftenliste an die Mitglieder von „Mayor-for-Peace“ mit der Aufforderung, sich verstärkt dafür einzusetzen, dass auch Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichne.

Diesen Appell umzusetzen, fordern wir von Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse und Udo Heitmann! Und wir fordern, sich für den Abzug der 20 US-Atombomben einzusetzen, die auf dem Fliegerhorst in Büchel (Eifel) lagern! Keine weitere Unterwerfung unter das US-Diktat und dem der NATO zur nuklearen Aufrüstung!

 

Gabi Meyer für die Friedensgruppe –Nordheide

Buchholz/Jesteburg/Bendestorf 10.12.2017

Hier ein Aufruf der Mayor for Peace

Formblatt – Petition
Ausdrucken und bitte Unterschriften sammeln und an die unter dem Formular stehenden Kontaktmöglichkeiten senden.
Herzlichen Dank
Mayor´s for Peace
Friedensgruppe Nordheide
Gegengift
APO Buchholz Nordheide