Mein wunderbarer Arbeitsplatz


Als Arbeitsrechtler habe ich immer Arbeitsplätze und deren Erhalt im Fokus. Immer öfter bekomme ich mit das Firmen mit aufgeblasenen Hierarchien systematisch ein Unternehmen oder Konzern an die Wand fahren. Alles nur aus reiner Profitgier. Man hört nicht mehr auf die Mitarbeiter, und Mitarbeiter sind diese Menschen die am Puls des Geschehens sitzen und am besten darüber berichten können ob etwas schief läuft, oder was schief läuft. In der heutigen Arbeitswelt will aber kaum ein Vorgesetzter etwas in der Art von seinen ihm unterstellten Mitarbeitern zu diesen Problemen hören. Am Ende geht es schließlich auch um den Posten des Vorgesetzten der entfallen könnte. Man schafft sich also immer mehr Entscheidungsebenen die zwischen normalen Mitarbeitern und der Geschäftsführung liegen. Dabei kommt die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten zu kurz und der Informationsfluss von “Oben” nach “Unten” entfällt meist. Der Informationsfluss von “Unten” nach “Oben” überwindet oft nicht die 1. Stufe des Vorgesetzten, denn dann müsste dieser sich im Zweifelsfall vor seinem nächsten Vorgesetzten “outen” das er etwas falsch gemacht hat.

Ich habe mir daher intensiv die Doku auf Arte ” Mein wunderbarer Arbeitsplatz” angesehen. Diese Doku sollten sich Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte und vor allem Bundes – und Landespolitiker ansehen. In der Doku ist sehr viel Potential zu heben welches nicht nur für Geschäftsführer und Vorstände zu einem großen Vorteil führt, nein auch für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
Aber dazu müsste man ab der Führungsebene 1. nach oben hin an den Strukturen arbeiten und die Hierarchien flach halten.