Mega-Kreisel Dibbersen


Da man die Straße zwischen Vaensen und Dibbersen für einen nicht definierbaren Zeitpunkt gesperrt hat, merkt man sehr deutlich, dass genau diese gesperrte Straße eine wirkliche Entlastung der B75 und Dibbersen ist. Ich habe mir an 2 Tagen zu unterschiedlichen Zeiten das momentane Chaos angetan, und ganz ehrlich, ich glaube jetzt überhaupt nicht mehr, das dieses geldverschlingende Loch (Mega-Kreisel) nur ansatzweise eine Entlastung ist. Ich glaube eher fest daran, dass diese Mega-Umgehung ein zielgerechtes Heranleiten der Autofahrer an die Gewerbegiete darstellt.

Aber wer weiss, eventuell hat man im Rathaus das Wort “Entlastung” noch nicht richtig verstanden.

Eines ist jedenfalls nicht gelogen, es handelt sich wirklich um eine Umgehungsstaße.
Die Straße, Ortsumgehung Dibbersen, umgeht nicht nur Dibbersen sondern Buchholz gleich mit.
Für Dibbersen und seine Geschäfte dürfte diese Umgehung schlimme Folgen haben, für Buchholz, die Einkaufsstadt allerdings wohl auch. Hier gehen dann mal wieder Dibberser und Buchholzer Traditionsgeschäfte den Bach runter, aber was solls, die bringen ja nicht so viel Kohl in die Kasse wie die großen Ketten.

Normal müsste man voraussetzen, dass Politiker im Rathaus zu Buchholz mal den Blick über den Tellerrand machen, aber machen sie wohl nicht.

Beispiel an der Stelle wäre Mülheim a.d.Ruhr. Hier baute man auch einen Konsumtempel nach dem nächsten, heute ist Mülheim keine Einkaufsmetropole mehr, nein es gleicht einer Geisterstadt.

Leere marode Einkaufstempel in denen sich Zeitweise 1€ und Ramschläden befinden um ihren Warenbestand zu veräußern.

Dazu kommt irgendwann, und dass ist nun wichtig für die Damen und Herren im Rathaus, es werden durch den Zerfall der Konsumtempel die dort arbeitenden Menschen recht zeitnah dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt (Ausdrucksweise der Arbeitgeber wenn diese über Kündigungen sprechen)

Wenn man dann als Stadt so richtig betriebsblind werden möchte, dann schaut man in den Kreis Goslar (Harz), genauer nach Langelsheim. Hier hatte man ähnlich wie Buchholz seiner Zeit eine tolle Stadt mit sehr viel Einkaufsmöglichkeiten, und sehr viel Zulauf von Käufern aus dem Umland. Doch dann kam eine verkorkste Politik und baute eine Umgehungsstraße um Langelsheim herum, dass wäre bei uns übrigens der Ostring und der Mega-Kreisel. Zeitgleich hat man ein Gewerbegebiet nach dem anderen erreichtet und bot den Unternehmungen im Gewerbepark eine neue Bleibe zu übertriebenen Preisen. Die ortsansässigen Betriebe konnten sich das nicht leisten, aber Konsumketten hatten mit den Preisen kein Problem.
Langelsheim selbst ist eine relativ tote Stadt in deren Straßen jetzt teilweise wenigsten wieder Kinder auf der Straße spielen können. Der Preis für die Bürgerinnen und Bürger, der Geschäftsleute im Ort war sehr hoch.
Und nun liebe Rathäusler ?
Als einfacher, kleiner und unbedeutender Bürger mache ich mir Gedanken, ihr euch auch?

Btw, wo kann man seine Kandidatur als Bürgermeister einreichen?

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