Himmelfahrt = Radrennen in Buchholz


Es ist mal wieder soweit, am 5. Mai findet wieder der Große Preis von Buchholz statt.
Vorab eines zur Klarstellung: Gegengift hat nichts gegen Radfahrer, im Gegenteil.

Wir machen nur darauf aufmerksam was Buchholzerinnen und Buchholzer „auch“ über das Radrennen am Himmelfahrtstag denken.

Seit etlichen Jahren findet nun der Große Preis von Buchholz am Himmelfahrtstag statt. Das ist sehr schön, denn die Stadt ist auf den Beinen und viele freuen sich auf das Radrennen.

Was aber regelmäßig nicht berücksichtigt wird ist, es gibt auch sehr viele Buchholzer die mit der Strecke ein Problem haben. Sie werden jedes Jahr aufs neue in ihrer persönlichen Freiheit massiv eingeschränkt.

Rund um den Streckenverlauf werden frühzeitig die Straßen abgesperrt und viele können an diesem gesetzlichen Feiertag nicht machen was sie gern machen möchten.

Die folgenden Straßensperren wird es wie immer geben: Bremer Straße/\Königsberger Straße/\In den Bergen/\Steinbachtal/\Parkstraße/\Steinbecker Mühlenweg. Die Straßen sind am Renntag von 6.30 bis 19 Uhr teils vollständig für den Verkehr gesperrt.

Ausschlafen um dann spontan mit dem Auto wegzufahren geht nicht.
Von Politik und Sportvereinen wird in diesem Fall so argumentiert: „Sie haben doch die Möglichkeit ihr Fahrzeug rechtzeitig aus dem gesperrten Bereich zu fahren, so ist es ihnen auch möglich spontan eine Fahrt mit dem Auto zu machen“.

Auf das Ausschlafen geht man überhaupt nicht ein und man nimmt willkürlich an, dass Anwohner nichts an diesem Tag vorhaben. Das ist nicht nur schlecht angenommen, sondern auch sehr dreist.
Anwohner, die Notdienste haben, müssen ihre Fahrzeuge voll bestückt mit teuren und empfindlichen Geräten oder verschlußpflichtigen Medikamenten oft in Bereichen abstellen, wo sie komplett unbeaufsichtigt sind.

Gehbehinderte Menschen, von denen wollen wir gar nicht erst groß schreiben, auf die wird an diesem Tag absolut keine Rücksicht genommen. Die dürfen sich nämlich mit ihren Rollatoren oder Rollstühlen durch die Menschenmenge zu ihrem am Vorabend weit entfernt stehendem Auto quälen.
Alles zum Wohle von Radrennern und deren Fans.
Was aber machen die Radrenner und deren Fans für die betroffenen Anwohner? Sie pöbeln diese an, mehr nicht.

Dies ist nicht die Art von Miteinander die wir verstehen.

Vorschläge die Rennstrecke ins Gewerbegebiet zu verlegen, werden komplett ignoriert. Im Gewerbegebiet stören die Radrenner so gut wie niemanden. Man kann dort seinen Sport ausleben und Lärm machen, ohne andere an ihrem freien Tag zu nerven. Dazu kommt, es wäre sehr gut machbar die Zuschauer und die Radrenn-Teams auf den Parkflächen unterzubringen. Auch Getränke- und Ess-Stände könnte man auf eine Trink- und Ess-Meile ausdehnen

Wir denken, die Zeit ist reif, dass sich die Sportvereine und die Buchholzer Politik zeitnah, am besten gestern, über die Verlegung der Rennstrecke Gedanken machen und sich auf einen anderen Streckenverlauf verständigen.
Einen Streckenverlauf der die Menschen nicht in ihrem höchst persönlichen Lebensbereich massiv einschränkt.