Das Geld liegt auf der Straße!


Nein nein, ich meine ausnahmsweise mal nicht unsere Steuergelder, die leider durch den harten Winter mit Salz und die nachfolgenden Flickreparaturen die Straßen verschönern.

Ich meine unsere Wegwerfgesellschaft! Heute morgen an der Tankstelle. Eine junge Frau um die 30 steigt aus ihrem Auto und wirft eine Pfandflasche in den Müll und geht in die Tanke. Warum hat sie die nicht mitgenommen? „No Name“-Flasche? Nein, da war noch Wasser drin! Hä? Hätte sie doch auskippen können und abgeben! Verständnislosigkeit macht sich bei mir breit. Oder was so aus den Autos während der Fahrt fliegt ist die wahre Pracht! Ich fahre ja nun viel hier im Umkreis beruflich herum und bin immer wieder erstaunt wieviel Müll an den Straßen liegt. Und was ich nun überhaupt nicht verstehe sind eben Pfandflaschen, die doch wieder Geld bringen wenn man sie zurück bringt, auch die liegen auf der Straße. Haben die Leute doch so viel Geld über und jammern wegen Geldmangel nur so um sich interessant zu machen oder damit sich die weniger gut Situierten was dazu sammeln können? So als Trinkgeld, Spende oder Almosen? Viele Menschen sammeln tatsächlich gezielt nach Pfandflaschen, um mehr Geld im Beutel zu haben. Besonders begrüße ich das bei Kindern, die so auch dabei etwas lernen können bzw. schon haben. Nämlich: Pfandflaschen, -dosen und -gläser gehören nicht in den Müll, sondern in den Pfandautomaten zum Wiederverwerten! Warum ist den das Pfand so hoch? Damit es jemand aufhebt und/oder wiederbringt! Denn das ist Geld ohne Steuerabzug! Tja und wer sie weg wirft hat den Anspruch auf sein voraus ausgelegtes Geld (Pfand) eben verloren.

Blöd finde ich nur, dass es da Unterschiede gibt. Zum Beispiel Flaschen ohne Kohlensäure, also Säfte und Milchshakes, haben keinen Pfand. Außer Bio-Säfte von Biohöfen. Und immer wieder findet man Dosen aus dem Ausland ohne Recycling-Aufdruck. Allerdings farblich gibt es manchmal Unterschiede zu den hier gebräuchlichen Produkten, um sie unterscheiden zu können. Aber warum dürfen die hier verkauft werden? Ist Pfand nicht ein EU-Gedanke? Von wo kommen die her? Denn die werden palettenweise aus dem Ausland mitgebracht und in kleinen Läden verkauft und dann auf die Straße geworfen und liegengelassen!

Ist die Banderole allerdings von der Flasche ab oder die Dose zerknickt (Viele Menschen tun das auch bewusst vor dem Wegwurf, damit andere nicht davon profitieren könnten). Es sieht dann schlecht aus mit der Abgabe, weil das Pfandzeichen vom Automaten nicht erkannt werden kann. Bei Dosen könnte es sich allerdings auch um welche handeln, die schon mal im Automaten verknickt wurden und auf wundersame Weise wieder im Umlauf sind. Das habe ich mir sagen lassen müssen von einem Getränkemarktmitarbeiter, der mir aber glaubte, dass mein Sohn nur mal seine Kraft testen wollte an einer Dose. Also: Kräfte schonen! Und dass nicht alle Läden alle Pfandartikel zurücknehmen müssen, liegt entweder an der Größe des Ladens oder am Sortiment (da wird nur das angenommen, was man da auch kaufen kann). Aha, nun bin ich schlauer.

Ich würde es mittlerweile sehr begrüßen, wenn die berühmten „To Go“-Becher (also Pappbecher für Kaffee oder andere Getränke) pfandpflichtig würden. Denn dann wäre ich bald reich, weil davon massenweise auf der Straße rumliegen!

Ich denke an unsere Umwelt und bekenne mich auch zur Mülltrennung!

 

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