Fahrradfreundlichkeit vs. Rassismus – Gegner


Beinahe peinlich ist es dass die Fahrradfreundlichkeit in den Medien mehr Präsenz findet als Rassismus.
Schaut man heute aufmerksam in die Online-Medien, stellt man fest, es gibt sehr viel mehr Berichte über die Fahrradsternfahrt vom 19.06.2016 als über die Menschenketten gegen Rassismus.
Die einen fordern eine fahrradfreundliche und klimaschützende Verkehrsentwicklung und die anderen stemmen sich gegen den immer stärker auftretenden Rassismus.

Sicherlich ist Radfahren eine gute Sache, aber in Anbetracht der derzeiten Lage und Situation ist der Kampf gegen den Rassismus sehr viel wichtiger.
Mit Fahrradaktionen wie der Sternfahrt oder der überbewerteten “Critical Mass” werden wir dem Rassismuss keinen Einhalt bieten. Im Gegenteil, es wird deutlich, dass der sich ausbreitende Rassismus, gefördert von Parteien wie der AfD, NDP und den Rechten, von einer kritischen Masse ignoriert wird. Das spielt den rechten Parteien positiv in die Karten.
Deutschlandweit fanden sich über das Wochenende rund 40.000 Menschen gegen Rassismus zusammen.
Gemeinsam setzte man ein wichtiges Zeichen gegen den Rechtsruck und die Menschenfeindlichkeit in Deutschland.
Auch wir fragten uns an diesem Wochenende warum der Drahtesel mittlerweile einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft hat als Menschenrechte / Bürgerrechte und der Forderung nach mehr Menschlichkeit.

Aber… in Hamburg haben sich auch viele Radfahrer der Menschenkette “Hand in Hand gegen Rassismus” angeschloßen, dass waren wohl die, denen etwas daran gelegen war das Zeichen der Aktion deutlicher zu setzen.

Generell sollte man sich als Anhänger der Critical Mass oder Sternfahrten für Radfahrer überlegen, sich mit Aktionen gegen Menschenfeindlichkeit, Armut, sozialer Probleme oder Rassimus zu beschäftigen. Wenn schon mit dem Rad auf die Straße, dann wenigstens für Brennpunkte in unserer Gesellschaft. Und wir sehen Radfahren als solches nicht als Brennpunkt an, der nicht gelöst werden kann.

Aber auch beim gestrigen Buchholzer Stadtlauf hat uns eine Aktion gegen Rassismus gefehlt. Eventuell klappt es ja beim 19. Stadtlauf in Buchholz der im nächstem Jahr stattfindet.