Digitalisierung und Industrie 4.0 – Vernichter von Arbeitsplätzen


Einleitung:
Uns liegt ein vertrauliches und nur für den internen Gebrauch bei der SPD erzeugtes Positionspapier vor. Dieses Papier enthält widersprüchliche Aussagen und zeigt deutlich auf was man strategisch zu TTIP & Co. sowie für die zukünftige Arbeitswelt in der Pipeline hat.

Nach Einführung mechanischer Produktionsanlagen Ende des 18. Jahrhunderts, der Massenproduktion von Gütern mit Hilfe elektrischer Energie zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und der Automatisierung von Produktionsprozessen seit den 1970er Jahren, ist diese vierte industrielle Produktion vor allem angetrieben durch die Digitalisierung. Dabei wird die Einschätzung, dass es sich um eine Revolution handelt, nicht von jedem geteilt. Mancher sieht in der Digitalisierung der Industrie eher eine Evolution im Sinne eines schrittweisen Prozesses, bei dem das Bestehende durch neue Technologien verbessert wird.

Denn es geht um die vollständige Digitalisierung von Produktionsprozessen, bei denen nicht mehr nur Mensch und Maschine miteinander interagieren, sondern Maschinen und Produkte untereinander kommunizieren. Intelligente Produkte, ausgestattet mit Antriebselementen und Sensoren, mit QR-Codes, RFID-Chips und eigenen IP-Adressen („Smart Products“), steuern sich selbst durch die intelligente Fabrik („Smart Factory“). Der Mensch ist wiederum mit den Maschinen und Produkten vernetzt – zum Beispiel über sein Tablet oder andere Geräte.”

Interessant ist folgendes Zitat der SPD:
Große Internet-Unternehmen aus den USA beherrschen den Handel und zwingen gerade kleineren Unternehmen ihre Marktmacht auf.” (Zitate aus einem SPD Papier.)

Das schreibt eine SPD, deren Frontmann – Sigmar Gabriel, TTIP & Co. mit allen Mitteln gegen den Willen der Bürger durchsetzen will.
Industrie 4.0 ist ein politisches Großprojekt, das im Kern die Wirtschaft betrifft, aber an vielen Stellen interdisziplinäres Denken erfordert.
Es geht also um die Arbeitswelt der Zukunft und die Rolle des Menschen in den intelligenten Fabriken.

Vergessen wird bei der Digitalisierung aber immer,
dass Roboter und Maschinen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche ohne Bezahlung arbeiten können. Sie brauchen keinen Urlaub, zahlen keine Steuern, leisten weder Sozialabgaben noch Rentenbeiträge und können nichts kaufen.

Die Produktivität der Roboter fließt ohne Abzüge direkt in die Taschen der Besitzer/Arbeitgeber.

Mittelfristig bedeutet es den Zerfall der Sozialsysteme und einen globalen Wirtschaftsrückgang mangels Einkommen der Menschen.

Interessant ist die bisherige Kooperation der Wirtschaft mit den Medien zur Themenvermeidung und der beginnenden Beruhigungswellen unter Nutzung fehlerhafter und falscher Daten und Details.
Das Industrie 4.0 nur 60 000 Arbeitsplätze kostet ist lächerlich.

Es gibt Berechnungen im Netz, dass bis zu 85% aller Industriejobs global binnen 15 Jahren Geschichte sind.
Ein weiteres Zitat aus dem vertraulichen SPD Papier lautet:
„Die „Smart Factorys“ der Zukunft werden keine menschenleeren Produktionsstätten sein – im Gegenteil: Der Mensch bleibt im Zentrum unternehmerischen Handelns.“
Ja in der Tat bleibt der Mensch im Zentrum des unternehmerischen Handelns, denn der Mensch wird zur Handelsware.
Die Realität sieht heute schon anders aus, ein Blick in die neuesten Industrieanlagen, wie z. B. von Tesla ergibt ein völlig anderes Bild. Da sind kaum noch Menschen zu sehen.

Was versucht man uns eigentlich vorzugaukeln?

Inzwischen wissen wir, dass alles was an das Netz angeschlossen ist auch von Hackern angegriffen werden kann, und teilweise auch wird.
Zukünftig kann dann im Zuge der Digitalisierung und durch Industrie 4.0, der Hersteller von Antriebswellen für Schiffsmotoren durch Hackerangriffe, die von Wettbewerbern in Auftrag gegeben wurden, seine Antriebswellen ständig neu anfertigen, weil eine Abweichung von einem tausendstel Millimeter ins Programm gehackt wurde. Das bedeutet einen Schaden der die Existenz eines Herstellers gefährdet.

So lang wir keine Sicherheit für digitale Systeme garantieren können, so lange darf es keine Digitalisierung und die Industrie 4.0 nicht geben.

Warum machen Politik und Wirtschaft ständig den fünften Schritt vor dem ersten?

Alles wird abhängig von Maschinen und Algorithmen gemacht. Computer stehlen uns unsere Arbeitsplätze. Macht und Geldgier machen uns angreifbar.

Demnächst heißt es dann nicht mehr. „Dieser Vorfall ist durch menschliches Versagen zustande gekommen“, dann ist es maschinelles Versagen.

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind die Garanten für den Verlust der Gesundheit, des Friedens, der Arbeitsplätze, Natur und Umwelt und werden längerfristig für ein Desaster auf dem Finanzmarkt sorgen.

Digitalisierung und Industrie 4.0 bedeuten aber für die Arbeitnehmer auch, dass sie rund um die Uhr erreichbar sind und dadurch Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz sowie gegen das Betriebsverfassungsgesetz stattfinden und  bei Betriebsräten täglich auf der Tagesordnung stehen.
Arbeitszeit und Freizeit werden somit stark vermischt und gleichen den Arbeitsplatzanforderungen amerikanischer Unternehmen.

Geht man nach dem denken und Willen der Politik, so brauchen wir uns wenigstens keine Gedanken um unsere Gesundheit mehr machen. Unserem Wohlbefinden und unserer Existenz wird es allerding mächtig schlecht gehen. Einer Arbeitnehmerpartei, die so etwas durchziehen will, muss man den Titel Arbeitnehmerpartei endgültig absprechen.

In dem vertraulichen SPD Papier kommt übrigens auch der Begriff „ Mensch 4.0 vor.
Wie wäre es wenn zuerst das Projekt Mensch 1.0 gestartet wird?

Willkommen im 21ten Jahrhundert.