Der Witz Mindestlohn


So, nun soll er kommen – ab 2015 – der Mindestlohn.

Viel zu spät und viel zu niedrig.

Wir brauchen ihn jetzt und sofort und mindestens €12,50.
Wer soll das alles jetzt noch zahlen können?
Viele haben 2 oder 3 Jobs. Wenn der erste ordentlich bezahlt werden würde, bräuchte man keinen weiteren. Vielleicht.

Und dann die Langzeitarbeitslosen. Sollen die doch froh sein, überhaupt einen Job zu haben, oder was? Klar sind sie das, aber so doch bitte nicht. Das erste halbe Jahr für ein Butterbrot zu arbeiten mit 6 Monaten Probezeit und dann kurz vor der Mindestlohnhürde herausgeschmissen zu werden. Denn das wird die neue Praxis der Arbeitgeber werden. Ich meine, wenn die ohnehin von der Agentur für Arbeit Lohnkostenzuschuss bekommen, können sie den doch auch weitergeben an die Arbeitnehmer.

Kein Mindestlohn unter 18 Jahren.  Naja. Die Kinder sollen ja mal selbst sehen wie viel sie arbeiten müssten, wenn ihre Eltern ihnen einen Eipott kaufen sollen. Hat schon jemand Zeitungen ausgetragen? Der kennt die Wege zur Zeitungsrolle und wie schwer Zeitung sein kann! Papier wird nämlich aus Bäumen gemacht!

Kein Mindestlohn für Praktikanten bis 6 Wochen. Ok, Praktikanten bekommen sowieso selten Lohn. Es gibt Jahrespraktika und bei denen läuft es dann wie mit den Langzeitarbeitslosen? Meistens laufen die unter geringfügige, also € 450 Jobs, obwohl sie Vollzeit arbeiten, da müsste mal jemand drauf schauen, denn das ist unter € 3! Wenn sie den Mindestlohn bekommen ist das toll, nur werden diese Stellen rar wie Sand am Meer sein. Genauso läuft das beim freiwilligen Sozialen Jahr! Der ganz tolle Unterschied hier ist, dass das soziale Jahr wie ein Vollzeitjob abgerechnet wird, also mit Abzügen und man pflichtversichert ist. Beim Jahrespraktikum muss man familienversichert sein. Hier sollte das mal beim Arbeitgeber nachgefragt werden. Sonst gibt es mit der Krankenkasse eventuell Probleme. Ist nämlich das „Kind“ 23, ist es nicht mehr familienversichert, haha außer wenn es in der Ausbildung ist und das auch begrenzt.

Wo wir dann bei den „Stiften“ sind. Was macht ein Auszubildender, der unter 18 Jahren ist. Nase? Tja, „Azubis“ sollen ja lernen. Ganz weit früher mussten die Eltern den Lehrherren Geld geben, damit sie die Kinder ausbilden. Heute bekommen sie schon allein im Gegensatz zu uns ein kleines Vermögen. Da sollte auch mal genauer hingeguckt werden! Denn in manchen Lehrberufen bekommen sie weniger als das Geringste. Und Friseurinnen zum Beispiel haben einen harten Job! Kein Wunder, dass das keiner mehr werden will oder nur als Ausweichjob annehmen und bald abbrechen.

Also Frau Nase, sie sollten diese mal etwas tiefer in Ihrem Sumpf stecken und würden unsere Erstickungskrämpfe vielleicht mal nachvollziehen können, vorausgesetzt Sie lassen die Augen auf!