Barrierefreiheit in der Fußgängerzone Buchholz?


Viele haben es sicherlich bemerkt, in der Buchholzer Fußgängerzone hat sich etwas in Sachen ” Barrierefreiheit” getan.
Ganz ehrlich, das wurde auch Zeit. Der Rat der Stadt Buchholz  hatte unter dem Druck der Parteien  im letzten Jahr ein Budget bewilligt und damit für den Rückbau der Natursteine in der Fußgängerzone in die Wege geleitet. Im Juli 2014 war es dann soweit.
Nun gibt es was Inklusion und Barrierefreiheit angeht auch Politiker, die den Rückbau sehr intensiv mit einem kritischen Auge beobachten. Das sind insbesondere Peter Weh (Inklusionsbeauftragter der Stadt Buchholz) Arno Reglitzky und die beiden Ex-Bügermeisterkandidaten  und parteilosen Kommunalpolitiker Ronald Bohn und Uwe Schulze.

Aus meiner persönlichen Sicht kann es sich derzeit nur um einen Test der Bepflasterung handeln, denn es ist für mich schwer vorstellbar, dass am Rand ein kleiner Streifen der holprigen Natursteine gegen flache und glatte Natursteine ausgetauscht wurden.
Wäre es der Endausbau, dann könnte man nun mutmaßen, dass man Barrierefreiheit nur minimal vorantreiben will.
Auch halte ich es persönlich für wenig zielführend den Menschen mit einer Behinderung einen schmalen Grat zum Überwinden zur Verfügung zu stellen.

Es sind aber auch die Marktbeschicker von diesen Hindernissen betroffen, denn die bleiben oftmals auch an den Natursteinhindernissen hängen.

Als die Fußgängerzone in den 80er Jahren fertiggestellt wurde, hat man nicht darüber nachgedacht, dass man mit den Natursteinflächen beinahe unüberwindbare Hindernisse schafft. Man hat sich allerdings auch nie weiter damit beschäftigt.

Interessant ist, es gibt dem Anschein nach viele in Buchholz die meinen dass die Politiker, die sich engagieren ein Fass aufmachen wo eine Flasche genügt, und psychologisch höchst wertvoll war die Mail die ich bekam mit dem Satz:” Wir sollen uns nicht so weit für eine *Randgruppe* von Buchholzer aus dem Fenster hängen, Behinderte sollen nicht denken,dass sie nur durch ihre Anwesenheit die Welt verändern können und Politiker missbrauchen um deren Leben noch angenehmer zu gestalten.”

Solche Aussagen sind ein absolutes Zeichen für soziale Ignoranz! Ich wünsche diesen Ignoranten, dass sie niemals zu dieser “Randgruppe” angehören.

Ich werde zu den Buchholzer Umbauarbeiten noch einige Fotos machen und diese hier bereitstellen.

Die Hansestadt Bremen ist da sehr viel weiter als die Stadt Buchholz in der Nordheide. Mein Vorschlag wäre sich hier mit den Bremern in ein Gespräch zu setzen, denn die haben diese Barrieren überwunden und mit Kautschuk für eine Barrierfreiheit gesorgt die in die richtige Richtung geht.


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