Aus “Herzlich Willkommen” wurde “Haut ab!”


Wir sind der Meinung auch das sollte die Welt wissen.

Vor einigen Tagen hat der Admin einer geschlossenen Benutzergruppe aus Buchholz einen Willkommensgruß für die demnächst ankommenden Flüchtlinge hinterlassen.

Ein gut und ehrlich gemeintes Zeichen wollte er damit setzen, doch das lockte sofort die ausländerfeindlichen Mitgliederinnen und Mitglieder an den Bildschirm. Nun diskutierten die pro Flüchtlinge gegen die contra Flüchtlinge. Es dauerte auch nicht lang und der rechte Kader von Buchholz klinkte sich auch ein. Warum dieser Kader noch immer in dieser Gruppe geduldet wird ist nicht nur uns schleierhaft.

Die Diskussion ging die ganze Nacht durch und dauerte am Folgetag noch bis in die Abendstunden an bevor der Admin der Gruppe seinen eigentlich gut gemeinten Beitrag gelöscht hat.

Was aber passierte bis zur Löschung des Beitrags:

Viele Gruppenmitglieder schrieben ein herzliches Willkommen, was einigen anderen nicht passte und mit teilweise diffamierenden Worten fing der Flamewar oder auch Shitstorm bei Facebook an.

Interessant war dabe, wie Mitglieder der rechten Szene sofort mit populistischen Texten und geschickter Propaganda versuchte die Diskutierenden zu beeinflussen, was teilweise auch funktionierte.

Mit dieser Methode agiert die rechte Szene sehr gern, sie bringen sich in Themen ein um Flüchtlinge, Asylbewerber oder gedultete Ausländer sofort in die kriminelle Ecke zu stellen. Sie bezeichnen die Flüchtlinge als “Wirtschafts Flüchtlinge” und wollen den Lesern derer Texte glaubhaft machen dass die Flüchtlinge unser Sozialsystem ausbeuten.

Es ist schon kriminell von den Rechten, dass sie Flüchtlinge die sie nicht einmal kennen als Kriminelle betiteln.

Auch werden Fürsprecher der Flüchtlinge immer wieder von den Rechten oder Rechtsgesinnten damit konfrontiert, dass diese doch Flüchtlinge bei sich zuhause aufnehmen sollen, dann werden sie schon sehen mit welchen Leuten sie es zu tun haben.

Auf dieses Pferd springen die schlecht informierten Leser natürlich sofort auf, merken aber dabei nicht, dass dies eine plumpe Gehirnwäsche ist.

Auch wir wurden mit dieser Aussage der Rechten konfrontiert.

Es gibt eine klare Antwort auf diese Konfrontation: Selbst wenn wir die Flüchtlinge bei uns privat aufnehmen würden/könnten/dürften, würde die Propaganda der Rechten nicht aufhören, denn es ändert sich nur die Unterkunft, sonst bleibt alles beim alten.

Soweit scheint man aber auf der rechten Seite nicht zu denken.

Uns erscheint es so, dass die rechte Szene nicht ansatzweise das Procedere rund um die Flüchtlinge kennt. Sie haben keine Ahnung was die Dublin-Verfahren angeht und sie sind juristisch sehr schlecht im Know How, ausser was deren eigene persönliche Situation angeht,  da wissen sie meist auf welchem rechtsunsicheren Boden sie agieren, oder weswegen sie gerade wieder angezeigt worden sind oder vor einem Gericht stehen. Aber was auch passiert, die Rechten und rechts Gesinnten sehen sich immer in der Opferrolle, in der sie zweifelsohne nicht sind.

Man muss die platten und unhaltbaren Argumente der Rechten im Ansatz kippen, lässt man sich auf das Geschwätz mit ihnen ein, dann bietet man ihnen eine Bühne.

 


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