Atomtransporte und fehlende Antworten


Das Thema Y-Trasse beschäftig auch die „Friedensgruppe Nordheide“, denn durch den Ausbau der Strecken würde der Güterverkehr drastisch zunehmen, und möglicherweise auch die Atomtransporte.

In der letzten Sitzung des Stadtrats Buchholz vor der Sommerpause, stellte ein Aktivist der Friedensgruppe Nordheide die Frage nach der Sicherheit in Buchholz und seinen Ortschaften in Bezug auf Atomtransporte.
Für die Bürgerinnen und Bürger von Buchholz und seinen Ortschaften sowie für die Umwelt besteht ein hohes Gefahrenpotential, aber die Atomtransporte werden vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Sollte es zu einem unvorhersehbaren Zwischenfall kommen, so sind die Bürgerinnen und Bürger den möglichen und lebensbedrohlichen Folgen ausgesetzt.
Der Aktivist sprach die Realität der Gefahr konkret mit dem Beispiel der beinahe Atomkatastrophe im Hamburger Hafen 2013 an. An dem Tag war ein mit Uranhexafluorid beladenes Atomfrachtschiff in Brand geraten und die transportierten Fässer drohten zu bersten. Dann wäre ein todbringender Inhalt freigesetzt worden.
Zu Uranhexafluorid muss man wissen, dass es sich beim Kontakt mit Luft, Luftfeuchtigkeit und Wasser zu einer Gasbildung toxischer Art entwickelt und sogenannte Flusssäure bildet, die stark ätzend ist. Die Uran-Halbwertzeit liegt hierbei um die 4,5 Milliarden Jahre und würde zu einer dauerhaften Kontaminierung bei uns führen.

Die Friedensgruppe Nord fordert daher zwingend die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger und das sofortige Ende der Geheimhaltung solcher Transporte.

Vor der Stadtratsitzung hat die Friedensgruppe Stadträte angeschrieben und um Stellungnahme sowie um Unterstützung gebeten, das war im Mai 2015. Auch der Bürgermeister wurde schriftlich kontaktiert und um Stellungnahme gebeten.
Bis heute gibt es hier keine Antworten. Das ist mehr als beschämend!

Die Friedensgruppe Nordheide schrieb den Kreistag in Winsen an und beglückte auch den Landrat Rempe mit einem Schreiben. Aus beiden Richtungen kamen Antworten die ansatzweise nachvollziehbar sind.
Herr Rempe stellt klar, dass der Katastrophenschutzplan nicht nur aus Datenschutzgründen, sondern auch aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich gemacht werden könne. Wir sehen das auch als logisch an, denn es wäre ein Sicherheitsloch was man in dem Moment der Veröffentlichung aufreißen würde.
Jedoch halten wir auch an einer Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger fest.

Die Friedensgruppe Nordheide kritisiert ebenfalls das Fehlen einer Resolution bezüglich der Atomtransporte durch unsere Gegenden.

Wir verzichten darauf den Schriftverkehr zwischen der Friedensgruppe Nordheide und dem Landrat / Kreistag zu veröffentlichen und möchten stattdessen darauf verweisen, sich an die Friedensgruppe zur Einsicht in den Schriftverkehr zu wenden.

Kontakt zur Friedensgruppe Nordheide unter:
fiedensgruppe-in-der-nordheide@gmx.de