Tach – Post!


Die Post muss bei der Behörde „Bundesnetzagentur“ (noch nie gehört…!) einen Antrag auf Preisänderungen bei Briefsendungen bis zu 1000 Gramm stellen und hat dieses auch getan. Preisangleichung zu den kosten, heißt es. Also sollen wir jetzt für einen normalen Brief 60 Cent bezahlen. Die Preiserhöhung vom Januar 2013 hat sich ja nicht lange gehalten. Die davor immerhin 15 Jahre! Ich sehe da mal keine Parallele zu irgendwelchen Politikern, deren Kopf ja hier in Deutschland eh nur nach ihrem Tod auf die Briefmarken kommen würden. Alle anderen nationalen Briefformate sollen unverändert bleiben. Gilt da keine Preisangleichung? Nicht, das ich das will, aber ist doch komisch, oder? Naja, bei der letzten Erhöhung hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 100 Millionen Mehreinnahmen gehabt. Das wird ja wohl dieses Mal nichts, denke ich. Da die Deutsche Post im Briefbereich unter einem hohen Druck steht, weil das Internet den Briefverkehr verdrängt. Und wenn das immer mehr wird, geht das wohl noch mehr zurück. Ich persönlich verschicke per Post auch nur noch Originale, wenn gewünscht. Alles andere elektronisch.

Ja warum denn wohl??

  • es geht schneller und ist sofort da

  • im Zeitalter der Flatrate ist es günstiger, ich muss außerdem nicht losfahren zur Post

  • Poststellen selbst gibt es wenig, die meisten sind in Schreibwarengeschäften oder sonst wo untergebracht

  • Briefmarken- , Geld- und Kontoauszugsautomaten sind noch seltener. Geld könnte frau noch bei Ausweichbanken bekommen ohne Mehrkosten

  • Und vor 8.30 Uhr oder 9.00 Uhr hat frau eh keine Chance etwas postalisches zu erledigen

Also müsste ich nach der Arbeit noch mal los, weil ich habe sehr früh „Feierabend“! Nix mit auf dem Weg nach Hause kurz zur Post. Also verkneife ich mir das bei den Spritpreisen gewaltig!
Abbau auf breiter Linie hat die Post ja genug betrieben! Als ich Kind war, hatten wir die Post morgens um 10 Uhr im Briefkasten. Heute kann ich froh sein wenn sie vor 16.30 Uhr da ist.

Die armen Postboten haben nämlich größere Touren bekommen, da weniger Personal. Hätte man nicht früher die Briefträger verbeamtet, hätten sie sich heute die Pensionen sparen können. Ich gönne es den Menschen, aber leider muss ich feststellen, das die meisten, die in Pension gehen noch nicht alt sind. Viele Bekannte sind psychisch erkrankt. Postales Trauma?

Früher hat man noch gewitzelt: „Wer nichts kann geht zur Post und Bundesbahn“,
weil die scheinbar jeden genommen haben. Naja, wenn man dadurch Beamter werden konnte, keine schlechte Option. Heute ist der Anreiz weg. Aber der Job ist mit Sicherheit nicht leicht oder leichter geworden. Hat schon mal jemand Zeitung ausgetragen? Der weiß wo die Briefkästen hängen! Nämlich 5 Meter hoch im Baum, an der Dachrinne oder im Keller, vorzugsweise im verschlossenem Heizungskeller. Aber irgendwann weiß man wo!
Auch die Hausnummern sind mit sehr viel Intelligenz angebracht, meist schwarze Zahlen auf schwarzem Untergrund. Einige haben auch Angst davor, dass deren Hausnummer oder der Briefkasten verschwinden könnten, darum sind diese in Tarnfarben in Büschen untergebracht.

Siehe auch Artikel: Arbeitserleichterung durch Mitdenken.


2 thoughts on “Tach – Post!

  1. Ich frage mich, ob der Aufwand neue 2 Cent-Briefmarken zu drucken – von den Kosten der Herstellung mal ganz abgesehen, sich überhaupt lohnt. Wie du schon schreibst, per E-Mail oder SMS in Zeiten der Flatrate geht`s fast umsonst, von zu Hause aus ohne sich unnötig bewegen zu müssen.
    Etwas teurer zu machen ohne Produkt- oder Leistungsverbesserung. Klaut die Post jetzt bei der Bahn?

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