20. Juni 2015 – Weltflüchtlingstag


Heute am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag.
Dieser Tag erlangt von Jahr zu Jahr mehr Gewicht, denn es werden von Jahr zu Jahr mehr Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat, aus ihrem Land gezwungen.
Sie müssen flüchten aus Angst um ihr Leben, weil es keine Perspektiven mehr in ihrem Land für diese Menschen gibt.
Und nach der Flucht, beispielsweise nach Europa, hoffen die geflüchteten Menschen auf ein besseres Leben. Sie müssen aber auch damit rechnen schon nach sehr kurzer Zeit wieder abgeschoben zu werden.
Betritt ein Flüchtling zuerst den europäischen Boden z. B. in Ungarn, so wird er dort vorerst ins Gefängnis gesteckt, und dazu menschenunwürdig behandelt, wenn man nicht das Wort “gefoltert” in den Mund nehmen will.
Hat dieser Flüchtling dann die Möglichkeit z. B. nach Deutschland zu kommen, dann muss er hoffen dass ein für ihn gestellter Antrag auf Asyl bewilligt wird. Wird der Antrag nicht bewilligt, wird der Flüchtling abgeschoben, und zwar dorthin wo er erstmalig den europäischen Boden betrat. In diesem Beispiel Ungarn. Dort wird ihm wieder unmenschliches Leid zugefügt und die EU in ihrer Gesamtheit macht nichts dagegen.

Fakt: Wenn ein Flüchtling die Flucht über das Mittelmeer überlebt hat, dann ist seine Gesundheit und sein Leben selbst auf europäischen Boden in Gefahr.

An diesem 20. Juni – Weltflüchtlingstag – wollen wir 23.000 Flüchtlingen gedenken, die ihr Leben lassen mussten, 60 Millionen Flüchtlingen insgesamt gedenken, die derzeit weltweit auf der Flucht sind.

Wir wollen an diesem 20. Juni – Weltflüchtlingstag – alle Regierungen für ihr menschenunwürdiges, menschenrechtsverletzendes Verhalten und für ihre Verhinderung und Abschottungspolitik abmahnen.

Besonders Deutschland ist für die oben genannten Verhalten und Vorgehensweisen abzumahnen, denn Deutschland ist durch Waffenlieferungen in Kriegsländer eine Art „War Lord“, der ohne Skrupel und Gewissen mit reinem wirtschaftlichen Interesse Kriege fördert, Völkermorde fördert und sich am Ende über Flüchtlinge beschwert.

Heute werden in Köln 23.000 Glockenschläge aus insgesamt 230 Kirchen hörbar sein. Sie gedenken den 23.000 toten Flüchtlingen und wir wissen jetzt schon das es im nächsten Jahr, dank der Verhinderung und Abschottungspolitik viele Glockenschläge mehr werden.

Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sollen sich schämen!

Wir danken allen haupt -und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich täglich um Flüchtlinge in Buchholz und seinen Ortschaften kümmern und ihnen ein Stück ihrer Sorgen und Ängste nehmen.