2. Bürgerwerkstatt in der Empore (ISEK)


Frau Grondke war in der letzten Sitzung des Stadtrates so freundlich und lud mich persönlich zur 2. Bürgerwerkstatt in die Empore ein. Dieser Einladung bin ich natürlich und gern nachgekommen, denn es geht darum die Zukunft von Buchholz zu gestalten.
Wenn man als Bürger der Stadt eine solche Möglichkeit bekommt, dann nimmt man diese auch wahr.

Was viele nicht wissen, es geht bei ISEK auch um Bürgerbeteiligung.
Bürgerbeteiligung war auch Bestandteil meine Wahlprogramms während der Bürgermeisterwahl 2014, da wäre es fatal wenn ich meinen Grundsätzen nicht treu bleiben würde.
Ich war erstaunt, dass sich ca. 80 Bürgerinnen und Bürger zu ISEK hingezogen fühlten und aktiv mitgestalten wollten.
10 Gruppen mit jeweils 8 Leuten besetzt, die sich wenig kannten.

Unter den Mitwirkenden in den Teams befanden sich auch aktive Politiker wie die Ortsbürgermeisterin von Dibbersen, Gudrun Eschment-Reichert (SPD), Frank Piwecki (SPD),  Arne Ludwig (Piraten) und Andreas Ziesemer (Buchholzer Liste).
Peter Weh hat sein Bestes für die schwerbehinderten Menschen gegeben und Reimund Rudkowski vertrat seine Klientel vom ADFC.

Viele Interessengruppen waren auch vertreten. Die Bürgerinitiative “Initiative PRO Buchholz – IPROB” – war auch direkt vorort mit einem Infostand vertreten, und wurde auch gut angenommen.

Es wurde auch festgestellt wie viele gebürtige Buchholzerinnen und Buchholzer anwesend waren, und da kamen wir auf unter 10.
Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Neubürgerinnen und Neubürger für die Zukunft von Buchholz interessieren.
Anderseits stelle ich fest, dass auf Facebook das “Gemecker”  über das verkorkste Buchholz sehr groß ist, aber genau von den Leuten habe ich niemanden dort angetroffen.

Insgesamt hatten die Gruppen große Kernaufgaben zu bewältigen:
1. Soll Buchholz wachsen, ja oder nein?
2. Wie soll Buchholz wachsen?
3. Ist eine Nachverdichtung möglich?
4. Sind Neuausweisungen von Neubaugebieten nötig?

Alle Gruppen waren sich einig, Buchholz soll wachsen.

Überrascht stellte ich fest, dass eigentlich alle Gruppen die Bestandteile dazu aus meinem Wahlprogamm wiedergegeben haben.
Das waren unter anderem: Keine Ghettoisierung, bezahlbarer Wohnraum, die Leute  sollen in Buchholz ihren Arbeitsplatz finden und dort auch wohnen, also Wohnraum im Gleichgewicht mit Wirtschaftswachstum, Buchholz soll Familienstadt bleiben, Buchholz muss seine Grünflächen erhalten, um hier nur einige zu nennen.

Kurz hatte ich das Gefühl entzündete Ohren zu haben, denn aus einer Gruppe kam die Aussage: ” Es muss kostenloses W-LAN auch in Siedlungen geben. Kinder und Jugendliche sollen mit ihren Tablet PCs und Smartphones untereinander kommunizieren”.
Das ist etwas was echt sauer hoch kam, denn damit würden wir nur bewirken dass die Kinder und Jugendlichen überhaupt nicht mehr miteinander sprechen. Wir älteren sind doch quasi in der Pflicht das wir die verbale Kommunikation wieder ins Spiel bringen.

Auch ein nettes Anliegen war: “Mieter, Bewohner und Eigentümer sollen Rücksicht auf den Sport nehmen, nicht umgekehrt”. Das ist jetzt der Wink mit dem Brückenpfeiler in Richtung Kunstrasenplatz, an dem es übrigens erneut heftig kriselt.

Insgesamt bewertet GEGENGIFT die 2. Bürgerwerkstatt als eine gelungene Veranstaltung und als richtigen Schritt in Richtung Bürgerbeteiligung.

Es ist nicht zu spät sich zu beteiligen. Am 26.07.2014 findet ein weiterer Stadtspaziergang statt, zu dem sich noch bis zum 18.07.2014 angemeldet werden kann. Wir nehmen übrigens teil.

Viele Grüße
Ihr Uwe SchulzeIMG_5181